Wie du dir Halt bei Panik geben lernst – als Folge von Trauma

Wie du dir Halt bei Panik geben lernst – als Folge von Trauma

By am Jul 25, 2016 in über Sabine - ganz Persönlich | 2 Kommentare

Das Attentat in München
hat auch mich sehr bewegt, beide Kinder von mir waren in München und Gott sei Dank ist bei uns alles gut ausgegangen.
Trotzdem hatte auch ich über Stunden Angst – Angst um meine Kinder, Angst um die Menschen, die da jetzt draußen sind und man lange gar nicht wußte, was passiert da jetzt noch so alles…

Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit, Wut und Unverständnis zeigen sich.

Wenn wir zusätzlich, also ich glaube für „normale“ Menschen ist so ein Amok-Lauf, ein Terroranschlag schon schlimm, wenn wir aber als Kinder auch über Jahre bedrohlicher und unberechenbarer Gewalt ausgeliefert waren, kann uns so eine Situation, solche Bilder zusätzlich antriggern – und es vermischt sich die Panik von dem Kind
und der Schrecken aus der Gegenwart.

Und unser inneres Kind fühlt sich wie damals – alleine und verloren.

Bei mir haben über Stunden meine Beine und mein Bauch gezittert, ich habe mir dann viel Zeit für mich genommen, um wieder stabil zu werden.

Wie ist es dir gegangen?

Wie geht es dir jetzt?

 

Was mir dabei hilft?

Spazierengehen, Walken an meinen Lieblingsplätzen hier am Ammersee und an der Windach.

Backen 😉…Kochen, Kräuter sammeln, aufräumen…essen… alles Dinge, die mich wieder erden und mit meinem gesunden Selbst in Kontakt bringen.

 

Gute Freundinnen und Freunde, die für mich da sind, mit denen ich reden kann.

 

Das Vertauen und die Bindung in dir wachsen damit auch.

Die Liebe und dein Mitgefühl.

 

Als Kind können wir uns oft nicht zeigen, wir sind komplett allein dem ausgeliefert – auch das ist nochmal traumatisierend.

Auch du kannst, wenn du merkst, wie sehr dich solche Ereignisse aus der Bahn werfen, Hilfe und Unterstützung holen. Dir jetzt vermehrt Zeit und eigenes Einfühlungsvermögen geben.

Deinen Bauch halten:
Vielleicht sogar deinen Bauch selbst halten, wie den, von einem kleinen Kind. Sprich mit dir, beruhige dich so, wie wenn du ein kleines Kind beruhigen würdest.

 

VerwelktSabineHerm

 

Kontakt zu dir

Wenn du noch gar keinen Kontakt zu deinem inneren Kind, zu Erinnerungen hast, aber so ein komisches Gefühl, kombiniert mit vermehrter Panik und Angstgefühlen, kann dir langfristig eine Traumaberatung helfen, die auslösende Ursache in dir zu verstehen
und dich selbst stabilisieren und lieb haben lernen ♥.

Wenn wir mit uns selbst in Kontakt kommen, uns damit auch innerlich mit der eigenen erlebten Gewalt oder schmerzhaften Ablehnung verbinden, verändern sich unsere Gefühle.

Indem wir uns das geben, was wir als Kinder so nötig gebraucht hätten,

werden wir friedlicher.
wird die Welt auch dadurch ein klein wenig friedlicher.
Ich wünsche uns allen den Mut, uns selbst und anderen mitfühlend zu begegnen und zu heilen.

Sabine

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    2 Kommentare

  1. Hallo Sabine, die Freundin meiner Tochter war mit dabei, sie ist völlig traumatisiert… und mit ihr betroffen ist auch meine Tochter, sie war am Tag vorher noch mit ihr und einigen anderen Freundinnen genau in dem Lokal, vor dem Lokal und im OEZ, genau die Wege, die der Junge (Täter?!) genommen hat. Meine Tochter bekam während der Heimfahrt von ihrer Freundin eine SMS und später eine Sprachnachricht voller Todesangst.
    Dieses Geschehen hat wirklich alles verändert und doch ist es nur ein Ausdruck dessen, was wir alle ! in unseren Gedanke schon lange „produzieren“.
    Und genau darin liegt unsere Kraft, in unseren Gedanken und Herzen! Liebe und Empathie und schließen Annehmen und verzeihen können unsere Welt zum positiven verändern. Wir müssen / dürfen nicht „stark“ sein und verdrängen, und laut nach strengeren Gesetzen rufen, sondern endlich unsere Herzen öffnen! Stellt euch vor, es fließt die Liebe und alle machen mit! von Herzen Maria-Anna

    Maria-Anna

    25. Juli 2016

    • Liebe Maria-Anna,
      dein Erzählen berührt mich sehr, umso mehr, da ich auch erahnen kann, wie gern wir doch unsere „Kinder“ schützen wollen, und doch sind sie einfach irgendwann auch unterwegs und erwachsen.
      So ein Trauma braucht auch viel Zeit, viel Dasein – um wieder Vertrauen fassen zu können, dass sich wieder Normalität und Entspannung einstellen kann.

      vielen Dank und ja, lass uns üben, die Herzen zu öffnen, uns zu zeigen und annehmen zu lernen
      Sabine

      Sabine

      25. Juli 2016

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